30.10.2026, 12:09 Uhr
Zum 40-Jahr-Jubiläum zeigte sich am Jahreskongress des Verbands Schweizerischer Vermögensverwalter (VSV) eine Branche, die sehr gut dasteht und wächst. Gleichzeitig kämpft sie mit einem anspruchsvollen...
Die Aussicht auf steigende Zinsen in Europa und den USA setzt Edelmetalle unter Druck. Gold fiel am Freitag in London auf 3'937 US-Dollar je Feinunze, Silber rutschte unter 50 US-Dollar.
Die Preise für Edelmetalle sind am Freitag mit der Aussicht auf steigende Zinsen weiter unter Verkaufsdruck geraten und auf den tiefsten Stand seit fast einem Jahr gefallen. Zum Wochenschluss fiel der Goldpreis an der Börse in London bis auf 3'937 US-Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm). Das ist der tiefste Kurs seit November 2025.
Neben Gold standen auch andere Edelmetalle unter Druck. So rutschte der Preis für Silber unter 50 US-Dollar je Feinunze und erreichte bei 49,62 US-Dollar ebenfalls das niedrigste Niveau seit vergangenem November.
Vor dem Wochenende hatten Inflationsdaten aus der Eurozone die Spekulation auf steigende Zinsen verstärkt und die Edelmetalle weiter unter Verkaufsdruck gesetzt. Wegen hoher Preise für Kraftstoffe und Gas hatte sich die Teuerung in grossen Volkswirtschaften im Währungsraum spürbar verstärkt. Am Markt wird daher überwiegend mit einer Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank im Dezember gerechnet. Da Gold und Silber keine Marktzinsen abwerfen, belastet die Aussicht auf höhere Renditen für Staatsanleihen die Nachfrage nach Edelmetallen.
Zudem hat die US-Notenbank Fed die Tür für eine Zinserhöhung im Dezember ebenfalls offen gehalten. Auch in den Vereinigten Staaten steigt die Inflation. Der Preisindex PCE, ein von der Fed bevorzugter Preisindikator, war im September auf 3,6 Prozent gestiegen, wie aus Daten vom Donnerstag hervorgeht. Damit entfernt sich die Teuerung weiter vom Ziel der Notenbank von 2 Prozent.
Im Oktober hat Gold fast 5 Prozent verloren. Zuletzt hatten Sorgen vor erneuten Kämpfen im Nahen Osten die Energiepreise auf einem hohen Niveau gehalten und die Inflationssorgen an den Finanzmärkten verstärkt.