15.06.2026, 15:30 Uhr
In dieser Woche entscheidet sich, welchen geldpolitischen Kurs die Welt bis Ende 2026 einschlägt. Am 16. und 17. Juni tagt das Federal Open Market Committee unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh – zum ersten...
Die Ölpreise haben sich am Dienstag wenig bewegt. Die Notierung für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im August wurde am frühen Morgen bei 82,76 Dollar gehandelt und damit knapp ein halbes Prozent schwächer als am Vortag.
Seit dem starken Rückgang am Wochenende im Zuge der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges bewegen sich die Notierungen um die 83 Dollar.
Zwischenzeitlich haben die ersten iranischen Schiffe nach Angaben staatlicher Medien das von der US-Seeblockade betroffene Gebiet im Golf von Oman durchquert. Mindestens drei Öltanker und zwei Frachtschiffe hätten die Zone am Montagabend ohne Zwischenfälle passiert, berichtete unter anderem der iranische Sender Press TV unter Berufung auf gut informierte Kreise.
Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran in der Nacht auf Montag auf ein Rahmenabkommen zu einem Kriegsende verständigt, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll. Eine wesentliche Streitfrage war bis zuletzt die Öffnung der Strasse von Hormus.
Die fehlenden Details sorgen weiterhin für Zurückhaltung am Markt. Mitarbeiter bei den zuständigen Energiebehörden am Persischen Golf berichteten nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg von einer Flut von Anfragen, ob Rohöl wieder über die Hormus-Strasse transportiert werden könne. Reedereien und Händler verwiesen darauf, dass sie mehr Klarheit bräuchten, bevor sie Schiffe auf diese Route schicken.
«Der früheste Zeitpunkt, zu dem das Ölangebot wieder das Vorkriegsniveau erreichen kann, ist Ende Juli», sagte Analyst Pavel Molchanov von Raymond James. Zunächst müssten alle logistischen Hindernisse gelöst werden, bevor sich das Angebot normalisieren könne.