27.03.2026, 11:48 Uhr
Die Private-Credit-Branche, die eine Dekade lang als krisenresistente Renditemaschine galt, erlebt ihren ersten echten Stresstest im industriellen Massstab. Was sich im ersten Quartal 2026 abspielt, ist mehr als ein...
Japan will mit einer umfangreichen Finanzspritze die Konjunktur ankurbeln. Die Regierung der neuen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi billigte ein Massnahmenpaket im Umfang von umgerechnet 109 Milliarden Franken.
Damit sollen kurzfristig unter anderem Gutscheine für Reis finanziert werden, um die Privathaushalte angesichts des starken Anstiegs der Lebenshaltungskosten zu entlasten. Hinzu kommen Zuschüsse für Strom- und Gasrechnungen in den Wintermonaten sowie Bargeld für Familien mit Kindern.
Daneben sind Investitionen in Bereiche wie Schiffbau und Künstliche Intelligenz geplant, von denen sich die Regierung neue Wachstumsimpulse erhofft. Weitere Gelder sollen in den Ausbau der Landesverteidigung fliessen. Zur Finanzierung des Pakets plant die Regierung einen Nachtragshaushalt in Höhe von 17,7 Billionen Yen (rund 90 Milliarden Franken) für das noch bis Ende März laufende Haushaltsjahr. Er soll noch vor Ende der Parlamentssitzung im Dezember verabschiedet werden. Das G7-Land Japan ist hinter Deutschland die viertgrösste Volkswirtschaft der Welt.
Die Erwartung eines umfangreichen Konjunkturpakets hatte in den vergangenen Tagen zu einem weiteren Wertverfall des Yen und japanischer Staatsanleihen geführt. An den Märkten herrscht Sorge über eine weitere Verschlechterung der Staatsfinanzen. Japans Staatsverschuldung beläuft sich aktuell auf umgerechnet etwa 7,05 Billionen Franken. Das ist schon jetzt auf mehr als das Doppelte des jährlichen Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Landes.