Immofonds steigert Mieteinnahmen und erzielt knapp 12 Prozent Performance

Das Vorzeigeprojekt von Immofonds ist Wankdorfcity 3 (Bild: Immofonds/Wankdorfcity 3)
Das Vorzeigeprojekt von Immofonds ist Wankdorfcity 3 (Bild: Immofonds/Wankdorfcity 3)

Der Schweizer Immobilienfonds hat im ersten Halbjahr 2025/2026 seine Mieteinnahmen erneut gesteigert. Das Portfolio von Immofonds wuchs durch eine Akquisition in Birsfelden auf 136 Liegenschaften mit einem Marktwert von 2,6 Milliarden Franken, wie Immofonds mitteilt. An der Börse legte der Fonds kräftig zu.

23.02.2026, 07:11 Uhr

Redaktion: asc

Die Mietzinseinnahmen des Immofonds kletterten in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres auf 46,2 Millionen Franken – das ist ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Die Mietausfallrate verharrte bei tiefen 1,7 Prozent. Unter dem Strich resultierte ein Nettoertrag von 26,0 Millionen Franken, praktisch auf Vorjahresniveau, so der Immobilienfonds in einer Mitteilung.

Dass die Gesamterträge mit 46,4 Millionen Franken leicht unter dem Vorjahreswert von 47,0 Millionen lagen, erklärt die Fondsleitung mit dem Wegfall von Einnahmen aus einer Kapitalerhöhung, die in der aktuellen Berichtsperiode nicht stattfand.

Birsfelden-Zukauf treibt Portfoliowachstum

Im vierten Quartal 2025 erwarb der Fonds eine gemischt genutzte Liegenschaft in Birsfelden, die ab dem zweiten Halbjahr zum Ertrag beitragen soll. Der Marktwert des Gesamtportfolios stieg dadurch um 2,8 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken. Die Kehrseite der Wachstumsstrategie: Das Fremdkapital nahm deutlich zu – von 571 auf 669 Millionen Franken, ein Anstieg von über 17 Prozent. Die Fremdfinanzierungsquote erhöhte sich entsprechend von 22,4 auf 25,7 Prozent.

Grossprojekt Wankdorfcity 3 im Plan

Das Vorzeigeprojekt des Fonds, die Wankdorfcity 3 in Bern, kommt planmässig voran. Auf dem Areal entstehen bis 2029 rund 500 Wohnungen sowie Büro- und Gewerbeflächen für 3000 Arbeitsplätze. Derzeit laufen die Sanierung der bestehenden Shedhalle und Tiefbauarbeiten für die Neubauten. Erste Wohnungen sollen im zweiten Halbjahr 2027 bezugsbereit sein.

Daneben erhielt der Fonds im Herbst 2025 Baubewilligungen für Projekte in Zürich, Lausanne, Prilly und La Tour-de-Peilz, die zusammen rund 150 neue Wohnungen schaffen werden. Baubeginn ist 2026 vorgesehen.

Kursrallye treibt Agio auf über 50 Prozent

An der Börse entwickelte sich der Immofonds stark: Der Schlusskurs per Ende 2025 lag bei 676 Franken – ein Plus von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorhalbjahr. Die Gesamtperformance inklusive der im September ausgeschütteten Dividende von 13.50 Franken pro Anteil betrug 11,9 Prozent. Die Kehrseite des Kursanstiegs: Das Agio – also der Aufschlag des Börsenkurses auf den inneren Wert – weitete sich auf 53,1 Prozent aus, nach 37,4 Prozent per Ende Juni.

Fortschritte bei der Dekarbonisierung

Im Bereich Nachhaltigkeit vermeldete der Fonds den Einbau nachhaltiger Heizungen für über 245 Wohnungen sowie die Inbetriebnahme von sechs Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von fast 550 kWp. Beim Nachhaltigkeits-Benchmark GRESB verbesserte sich der Fonds von 82 auf 88 Punkte und bestätigte die 4-Sterne-Bewertung.

Für das Gesamtjahr rechnet die Fondsleitung mit Mieteinnahmen über Vorjahr, unter anderem dank der Akquisition in Birsfelden. Gleichzeitig werde die Verschuldung angesichts der laufenden und geplanten Bauprojekte weiter steigen. Die Ausschüttung soll unverändert bei 13.50 Franken pro Anteil bleiben.

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