Höchstwert bei Firmengründungen im ersten Halbjahr 2021

In der Immobilienbranche nahmen die Neugründungen am meisten zu. (Bild: Shutterstock.com/Andrey Popov)
In der Immobilienbranche nahmen die Neugründungen am meisten zu. (Bild: Shutterstock.com/Andrey Popov)

2021 wird ein Rekordjahr bei den Neugründungen von Unternehmen. Schon im ersten Halbjahr nahmen diese im Vergleich zum Vorjahressemester um 20% zu. Derweil gingen die Konkurse leicht zurück.

12.07.2021, 13:35 Uhr

Redaktion: rem

Im ersten Halbjahr 2021 kam es gemäss der Analyse von Dun & Bradstreet sowohl relativ wie auch absolut zu einem bisher nie dagewesenen Höchstwert bei Firmengründungen. Die Zahl der Neugründungen nahm im Vergleich zum Vorjahressemester trotz – oder genauer wegen – der Coronakrise um 20% zu. Insgesamt wurden 26'382 Firmen neu eingetragen. Der Gründungsboom betrifft fast alle Branchen. Am stärksten war der Zuwachs an neuen Unternehmen im Einzelhandel (+666 Gründungen gegenüber Vorjahressemester/ +40%), in der Immobilienbranche (+552 Gründungen/ +52%) und bei den Unternehmensberatern (+477 Gründungen/ +22%).

Im Juni 2021 nahmen die Neugründungen um 10% zu. Insgesamt wurden 4'942 Unternehmen neu im Handelsregister eingetragen.

Leichter Rückgang der Konkurse

Die Zahl der Konkurse nahm im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahressemester um 1% ab. Insgesamt wurde gemäss der Analyse von Dun & Bradstreet über 1'919 Unternehmen ein Insolvenzverfahren eröffnet. Der grösste Zuwachs bei den Insolvenzen fand im Espace Mittelland statt, wo diese um 9% anstiegen. Im Tessin betrug der Zuwachs 7% und in der Nordwestschweiz 1%. In den anderen Grossregionen nahm die Zahl der Konkurse ab. Am stärksten war der Rückgang in der Ostschweiz (-8%), gefolgt von Zürich (-5%), der Südwestschweiz (-4%) und der Zentralschweiz (-2%).

Im Juni 2021 nahm die Zahl der Konkurse gegenüber dem Vorjahresmonat um 8% ab. Insgesamt musste über 378 Unternehmen ein Insolvenzverfahren eröffnet werden.

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