03.02.2026, 09:30 Uhr
Der Schweizer Venture-Capital-Markt hat sich 2025 erholt. Investoren steckten CHF 2,95 Milliarden in Schweizer Start-ups. Das entspricht einem Plus von 23,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies zeigt der jüngste...
Die Preise für Gold und Silber haben sich in der Nacht auf Dienstag wieder gefangen. Nach mehreren Tagen mit starken Verlusten drehten die Edelmetalle am Dienstag den Kurs: Gegen 9.00 Uhr stieg der Goldpreis um 5 Prozent auf 4898 Dollar je Unze und der Silberpreis um knapp 9 Prozent auf 86 Dollar je Unze.
Als Grund für die Erholung nennt Ipek Ozkardeskaya, Senior Analystin bei Swissquote, das Unterschreiten der 50-Tage-Durchschnittslinie. «In beiden Fällen war es der 50-Tage-Durchschnitt, der die Kaufbereitschaft wieder anheizte.» Demnach werden Käufer, die auf fallende Kurse gesetzt haben, wieder aktiv, sobald Gold und Silber unter die 50-Tage-Durchschnittslinie fallen.
Ein Grund zur Erleichterung ist das laut Chris Weston von der Brokerfirma Pepperstone aber noch nicht: «Die Märkte für Geld und Gold bleiben etwas unberechenbar. Nach einem solchen Einbruch bleiben Narben zurück und es wird Zeit brauchen, bis der Markt wieder Vertrauen fasst.» Die chinesische Nachfrage, die möglicherweise durch den jüngsten Preisverfall angekurbelt wird, werde genau beobachtet.
Grundsätzlich bleiben die Aussichten für Gold laut dem Experten aber gut, denn das Edelmetall gilt in unsicheren Zeiten als «sicherer Hafen». Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.
«Die langfristige Goldpreisprognose ist weiterhin positiv», bekräftigt auch Ozkardeskaya. So halte etwa die Unsicherheit in Bezug auf Handel und Geopolitik an und die Verschuldung der G7-Staaten werde sich voraussichtlich noch verschärfen.
Am vergangenen Freitag erlebten Gold und Silber einen beispiellosen Einbruch, nachdem beide Metallpreise am Donnerstag noch neue Höchststände erreicht hatten. Experten führten den Ausverkauf auf die Ernennung von Kevin Warsh als Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell zurück. Damit seien bei Investoren Zweifel aufgekommen, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird, hiess es. Die Ernennung habe eine «Kettenreaktion» ausgelöst, so die Bank Berenberg.
Andere Marktbeobachter betonten, dass der Markt zuvor sehr stark gelaufen und entsprechend spekulativ war. Als die Preise zu fallen begonnen hätten, sei es unter anderem zu Zwangsliquidationen gekommen.
Am gestrigen Montag war Gold im frühen Handel zeitweise um mehr als 8 Prozent abgesackt, während es für Silber vorübergehend prozentual zweistellig abwärts ging. Im Verlauf des Tages konnten die beiden Edelmetalle die Verluste aber eingrenzen. Zum Vergleich: Erst am Donnerstag hatten beide Metalle noch Rekordstände markiert. Während Gold in der Spitze 5594 US-Dollar kostete, wechselte Silber zu fast 122 Dollar die Hand.