DWS investiert in Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz soll DWS dabei helfen, zusätzliche Alpha-Quellen zu identifizieren. (Bild: Shutterstock.com)
Künstliche Intelligenz soll DWS dabei helfen, zusätzliche Alpha-Quellen zu identifizieren. (Bild: Shutterstock.com)

DWS erwirbt eine Minderheitsbeteiligung an Arabesque AI. Durch eine strategische Partnerschaft mit dem Unternehmen will DWS zudem auch ihre Kenntnisse und Fähigkeiten bei Künstlicher Intelligenz stärken.

08.01.2020, 11:22 Uhr

Redaktion: rem

DWS erwirbt eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 24,9 Prozent an Arabesque AI, einem Unternehmen mit Sitz in Grossbritannien, das sich im Bereich Portfoliomanagement und Finanzwesen auf Künstliche Intelligenz fokussiert, wie das deutsche Fondshaus am Mittwoch bekanntgab. Über den Kaufpreis der Beteiligung sowie weitere finanzielle Details wurde Stillschweigen vereinbart. Das Closing der Transaktion hat bereits stattgefunden.

Arabesque AI fokussiert sich auf Künstliche Intelligenz (KI), um Aktienkursentwicklungen mit ihrer eigenen KI-Einheit vorherzusagen. Dazu kombiniert es Big Data, also das Verarbeiten extrem grosser Datenmengen, maschinelles Lernen und Hochleistungsrechnen. Zudem haben sich beide Unternehmen auf eine strategische Partnerschaft geeinigt, um die Fähigkeiten der KI-Einheit zu verbessern und anspruchsvolle Anlagelösungen zu entwickeln, die auf Künstlicher Intelligenz basieren.

Im Zentrum der Partnerschaft steht die fortlaufende Weiterentwicklung der KI-Einheit. Dazu wird die Anlage-Expertise der DWS mit dem maschinellen Lern-Know-how und den Fähigkeiten von Arabesque AI im Bereich Hochleistungsrechnen kombiniert, wie es in einer Mitteilung heisst. Darüber hinaus sollen gemeinsam innovative Anlageprodukte und Dienstleistungen entwickelt werden, die die KI-Einheit nutzen. Dafür haben sich beide Parteien darauf geeinigt, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, in der Experten laufend zusammenarbeiten. Im Rahmen der Kooperation wollen beide Parteien exklusiv gemeinsam an neuen Projekten arbeiten.

Man stärke mit diesem Schritt künftig die Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und beschleunige – wie auf dem Investor Update Anfang Dezember versprochen – die Anstrengungen zur so genannten Digital Readiness, also zur Erhöhung des digitalen Reifegrads der DWS. "Wir werden in der Lage sein, disruptive Technologien in der Asset Management-Branche zu unserem Vorteil zu nutzen“, sagte Asoka Wöhrmann, CEO der DWS. In Zukunft werde die KI-Einheit innovative Signale liefern, die der DWS dabei helfen werden, zusätzliche Alpha-Quellen zu identifizieren und smartere Entscheidungen zu treffen.

Alle Artikel anzeigen