16.12.2024, 14:30 Uhr
Im laufenden Jahr hat es laut einer Auswertung von Creditreform schon fast ein Viertel mehr Firmenpleiten gegeben als 2023. Dabei kommen auch immer öfters grössere Firmen in die Insolvenz.
Wegen der schrumpfenden Nachfrage aus China und vor allem der USA sind die deutschen Exporte sind im Oktober so stark gefallen wie seit einem knappen Jahr nicht mehr. Sie fielen im Vergleich zum Vormonat um 2,8 Prozent auf 124,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 2,0 Prozent gerechnet. Einen grösseren Rückgang gab es zuletzt im Dezember 2023 mit einem Minus von 3,3 Prozent.
Die Importe gaben ebenfalls nach, allerdings nur um 0,1 Prozent auf 111,2 Milliarden Euro. Hier war laut Reuters ein Rückgang von 0,6 Prozent erwartet worden.
Die meisten deutschen Exporte gingen erneut in die USA, obwohl das Geschäft um 14,2 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro einbrach. Die Lieferungen nach China sanken um 3,8 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro, während die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich um 2,1 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zunahmen.
«Der Exportrückgang in Drittstaaten schmerzt im Oktober ganz besonders. Auch wenn der deutliche Exportrückgang in die USA von Grossaufträgen geprägt sein dürfte, gibt das Minus einen Vorgeschmack, was im Falle von handfesten Zollstreitigkeiten mit den USA drohen könnte», sagt Thomas Gitzel, der Chefvolkswirt der VP Bank gegenüber Reuters. Der Auftakt ins vierte Quartal verheisse mit dem Rückgang im Oktober nun erneut nichts Gutes.