16.02.2026, 15:42 Uhr
Die Schweizer Wirtschaft ist im Schlussquartal 2025 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Dies zeigt sich am Bruttoinlandprodukt (BIP), das im vierten Quartal auf bereinigter Basis zum Vorquartal real um 0,2 Prozent...
Crypto Finance mit Hauptsitz in Zug baut seine Position als Infrastrukturpartner europäischer Banken weiter aus. Die Tochter der Deutschen Börse ermöglicht der belgischen KBC Bank den Einstieg in den regulierten Kryptohandel für Privatkunden. Für Crypto Finance ist die Partnerschaft ein strategischer Meilenstein.
KBC ist einer der grössten Finanzkonzerne Europas mit rund 13 Millionen Kunden. Nun integriert sie ausgewählte Kryptowerte in ihr Angebot. Die Zuger Crypto Finance, 2017 von Jan Brzezek gegründet, heute eine Tochtergesellschaft der Deutschen Börse, agiert dabei als Principal Trading Counterparty. Sie übernimmt also Handelsausführung und Liquiditätssicherung im Hintergrund, während KBC die Kundenbeziehung verantwortet.
Die Zusammenarbeit unterstreicht den Weg, den Crypto Finance seit der Gründung im Zuger Crypto Valley zurückgelegt hat: vom Schweizer Spezialisten zum paneuropäischen Infrastrukturanbieter. Das Unternehmen ist von der FINMA reguliert, verfügt über eine SIX-Zulassung als Krypto-Verwahrer für ETP-Emittenten und hat Anfang 2025 als eines der ersten Unternehmen in der EU eine Lizenz unter der MiCAR-Verordnung erhalten. Über die deutsche Tochtergesellschaft Crypto Finance (Deutschland) GmbH, die der BaFin untersteht, ist das Unternehmen auch im deutschen Markt verankert.
CEO Stijn Vander Straeten positioniert sein Unternehmen bewusst als Enabler für den traditionellen Bankensektor. Die Logik dahinter: Banken wollen ihren Kunden Kryptozugang bieten, scheuen aber den Aufbau eigener Blockchain-Infrastruktur. Crypto Finance übernimmt die technische und operationelle Komplexität – von Handel über Verwahrung bis hin zu Wallet-Infrastruktur und Staking.
Das Modell gewinnt an Dynamik. Mit dem Inkrafttreten der MiCAR-Regulierung entsteht in der EU erstmals ein einheitlicher Rechtsrahmen für Kryptowerte. Auf dies haben viele europäische Banken gewartet. Crypto Finance positioniert sich als bevorzugter Partner für diese Institute und bedient nach eigenen Angaben bereits Kunden in Europa und Lateinamerika.
Die Zugehörigkeit zur Deutschen Börse verleiht dem Unternehmen dabei zusätzliche Glaubwürdigkeit im europäischen Bankensektor. Für KBC-Innovationschef Erik Luts war genau das entscheidend: Man setze auf einen «erfahrenen und regulierten Anbieter», der die hohen Standards erfülle, die KBC über alle Investmentdienstleistungen hinweg anlege.
Für Crypto Finance ist der belgische Markt ein weiterer Baustein in einer europäischen Expansionsstrategie, die auf einem Schweizer Fundament aus Regulierung und institutioneller Expertise ruht. Die Frage ist nicht mehr, ob Banken Krypto anbieten – sondern mit wem.