26.02.2026, 09:53 Uhr
Die Schweizer Digitalbank Sygnum drängt mit einem neuen Angebot in eine bislang wenig besetzte Nische: Mit «Sygnum Select» bietet die Bank ab sofort einen diskretionären Vermögensverwaltungsservice an, der das...
Das Asset Management der AXA Schweiz wächst kräftig: Die für Drittkunden verwalteten Anlagen stiegen 2025 um 7 Prozent auf 56 Milliarden Franken. Den Ausschlag gaben nicht Aktien oder Obligationen, sondern Immobilien, Hypotheken und alternative Anlageklassen – es ist ein Segment, in dem die AXA auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen kann.
56 Milliarden Franken – diese Zahl steht im Jahresergebnis 2025 der AXA Schweiz fast beiläufig neben den grossen Versicherungskennzahlen. Dabei erzählt sie eine eigene Geschichte: die eines Versicherers, der sich still und stetig zu einem ernstzunehmenden Vermögensverwalter für institutionelle und private Drittkunden entwickelt hat. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 7 Prozent – getragen von Neugeldzuflüssen, aber auch von einer freundlichen Marktentwicklung.
Die AXA kann im Bereich illiquider Anlagen auf einen entscheidenden Vorteil verweisen: Sie investiert seit Jahrzehnten selbst in diese Anlageklassen – für die eigene Bilanz. Das schafft Expertise, die sie nun auch Drittkunden zugänglich macht. Die AXA positioniert ihre illiquiden Anlagen explizit als Portfolioergänzung – nicht als Ersatz für traditionelle Anlageklassen, sondern als Diversifikationsinstrument. Gerade in einem Marktumfeld, das seit Jahren von Bewertungsfragen bei Aktien und einem volatilen Zinsumfeld geprägt ist, findet dieses Argument bei Anlegern Gehör. Der Zufluss neuer Gelder in das Asset Management der AXA legt nahe, dass die Strategie funktioniert.
Das verwaltete Vermögen von 56 Milliarden Franken stellt dabei nur einen Teil des Gesamtbildes dar: Die Zahl bezieht sich ausschliesslich auf Drittkunden. Hinzu kommt das Kapital, das die AXA für die eigene Bilanz bewirtschaftet – ein Volumen, das die Drittkundenmasse traditionell deutlich übersteigt.
Das Asset Management ist Teil eines insgesamt starken Jahresabschlusses: Die AXA Schweiz steigerte ihr Prämienvolumen 2025 um 7 Prozent auf 6,6 Milliarden Franken, der Reingewinn kletterte auf 805 Millionen (+3 Prozent). Rückenwind gaben dabei auch geringere Unwetterschäden als im Vorjahr – mit Ausnahme des Bergsturzes in Blatten im Mai 2025, der mit 40 Millionen Franken zu Buche schlug.
Für das Asset Management bedeutet ein starkes Versicherungsgeschäft auch eine stabile Kapitalzufuhr: Die Prämieneinnahmen generieren kontinuierlich neues Anlagekapital. Umgekehrt profitiert das Versicherungsgeschäft von den Erträgen aus dem Asset Management. Diese Verbindung – klassisch für grosse Assekuranzen – verschafft der AXA im Wettbewerb mit spezialisierten Vermögensverwaltern einen strukturellen Vorteil.