28.03.2025, 09:23 Uhr
Der Zementkonzern Holcim informiert an einem Kapitalmarkttag über seine Zukunft nach der geplanten Abspaltung des US-Geschäfts, das «Amrize» heisst. Mit der «NextGen Growth 2030»-Strategie wolle Holcim Mehrwert...
Der Asset-Manager GAM ist im vergangenen Geschäftsjahr 2024 in der Verlustzone geblieben. Weiterhin wird die Rückkehr in die Gewinnzone erst im Jahr 2026 erwartet.
GAM hat laut Mitteilung einen Nettoverlust (gemäss IFRS) von 70,9 Millionen Franken verbucht, was immerhin etwas weniger ist als im Jahr davor (-82,1 Mio). Der operative Verlust vor Steuern war mit 66,8 Millionen Franken allerdings grösser als 2023 mit knapp 50 Millionen Franken.
Der höhere operative Verlust sei vor allem auf niedrigere Gebühren und Kommissionen zurückzuführen, die nur zum Teil durch geringere Personal- und Sachkosten ausgeglichen worden seien, heisst es dazu. Der Verwaltungsrat schlägt den Aktionären entsprechend vor, für das Geschäftsjahr 2024 keine Dividende auszuschütten.
Deutlich rückläufig waren erneut die verwalteten Vermögen. Per Ende 2024 waren es noch 16,3 Milliarden nach 19,0 Milliarden Mitte Jahr respektive 19,3 Milliarden Ende 2023.
Trotz des hohen Verlustes und des weiteren Rückgangs der Vermögen zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Man habe letztes Jahr «grosse Fortschritte» bei der Vier-Säulen-Strategie gemacht, um aus GAM ein «fokussiertes, kundenorientiertes und rentables Unternehmen» zu machen, heisst es.
Initiativen zur Kostenoptimierung hätten zu einem Rückgang der operativen Kosten um 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023 geführt, wobei sich deren Auswirkungen erst im laufenden Jahr und darüber hinaus «umfassend bemerkbar» machen würden.
GAM konzentriere sich weiterhin auf die Umsetzung seiner Strategie, betont das Management in der Mitteilung. In erster Linie wolle man positive Nettomittelzuflüsse generieren. Hierzu würden die Vertriebskapazitäten neu aufgebaut und man fokussiere sich auf die bestehenden Produkte und die Einführung neuer Produkte. GAM strebt weiterhin die Rentabilität für das Geschäftsjahr 2026 an.
GAM hat bekanntlich seit der im letzten November durchgeführten Bezugsrechtsemission über 100 Millionen Franken durch den Ankeraktionär NJJ Holding (Rock Investment) einen neuen Mehrheitsaktionär. Die entsprechende Kreditfazilität bleibe bestehen und sei nun bis Ende 2027 verlängert worden, heisst es in der Mitteilung. Damit soll die Umsetzung der Strategie unterstützt und die langfristige finanzielle Stabilität sichergestellt werden, wie es heisst.
Die 2009 von Julius Bär abgespaltene GAM kämpft seit Jahren mit den Folgen hausgemachter Probleme. Seit 2018 ein prominenter Fondsmanager wegen schwerer Verfehlungen suspendiert worden war, erlebt das Unternehmen massive Geldabflüsse aus seinen Anlagevehikeln. 2023 übernahm die Aktionärsgruppe um den französischen Investor Xavier Niel (Rock Invest/Newgame) nach einem gescheiterten Übernahmeangebot des britischen Fondsmanagers Liontrust einen Anteil von 27,1 Prozent an GAM, der mit der erwähnten Kapitalerhöhung auf zuletzt über 76 Prozent anstieg.