US-Behörden schützen die Einlagen

Die amerikanische Finanzministerin Janet Ellen will die Bankkunden beruhigen. (Bild Shutterstock/Alexandros Michailidis)
Die amerikanische Finanzministerin Janet Ellen will die Bankkunden beruhigen. (Bild Shutterstock/Alexandros Michailidis)

Die Kunden der geschlossenen Silicon Valley Bank sollen ab heute Zugang zu all ihren Einlagen bekommen. Als dritte Bank in kurzer Zeit wird die Signature Bank in New York abgewickelt. Hier wollen die US-Behörden ebenfalls helfen.

13.03.2023, 09:06 Uhr
Notenbanken

Redaktion: sw

Es war ein überraschender Durchbruch. Zunächst war die Rede davon, dass Kunden lediglich auf 30 bis 50 Prozent ihrer Guthaben wieder zugreifen könnten. Eigentlich sind Einlagen in den USA nur bis zu einer Obergrenze von 250 000 Dollar versichert.

Finanzministerin Janet Yellen und andere Regulierer wollten jedoch verhindern, dass es zu einer Panik an den Märkten kommt und Kunden im grossen Stil ihre Guthaben von anderen kleineren Banken abziehen. Daher habe man sich zu «entschlossenen Schritten entschieden, um das öffentliche Vertrauen in unser Bankensystem zu stärken», hiess es in einer Mitteilung.

US-Regulierer haben am Sonntag auch eine weitere Bank geschlossen. Die New Yorker Signature Bank werde nicht mehr öffnen, wie die Behörden weiter mitteilten. Alle Einlagen seien sicher und die Kunden würden ihre Gelder in vollen Umfang wiederbekommen.

Die US-Notenbank Fed werde den Banken ausserdem zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung stellen. So soll sichergestellt werden, dass Abflüsse von Kundengeldern jederzeit gewährleistet werden können. Dies soll durch ein neues Programm geschehen, das den Banken Kredite mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr anbietet, wenn sie US-Staatsanleihen, mit Hypotheken besicherte Wertpapiere und andere Sicherheiten hinterlegen. Die Fed sei bereit «jeglichen Liquiditätsdruck zu adressieren, der entstehen könnte», wie die Notenbank in einer separaten Mitteilung versicherte.

Yellen ist darauf bedacht, die Aktion nicht nach einem erneuten Bailout aussehen zu lassen. Sie hatte zuvor eine Rettung im US-Sender CBS abgelehnt. Staatliche Hilfen waren bereits in der Finanzkrise sehr unbeliebt bei den Wählern. «Der Steuerzahler wird keine Verluste im Zusammenhang mit der Abwicklung der Silicon Valley Bank tragen müssen», hiess es in der Stellungnahme. Eine hochrangige Mitarbeiterin des Finanzministeriums betonte, es gehe um Hilfe für die Einleger, nicht um eine Rettung der Banken. Es handele sich nicht um eine Situation wie in der Finanzkrise von 2008.

Für die SVB wird in den USA weiter nach Käufern gesucht. Es könne jedoch länger dauern, bis ein oder mehrere Käufer gefunden werden, hiess es aus dem Finanzministerium.

Investoren sorgten sich in der vergangenen Woche auch um zwei weitere regionale Banken: First Republic aus San Francisco und Pacific Western aus Los Angeles. First Republic versuchte am Freitag noch die Kunden und Investoren zu beruhigen: «Die Liquiditätsposition ist weiter sehr stark», betonte das Institut.

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