Studie: Immobilien kaufen bald wieder günstiger als mieten

Die Mietpreise dürften laut Raiffeisen weiter hochschnellen, so wird der Kauf interessanter. (Bild fizkes/Shutterstock)
Die Mietpreise dürften laut Raiffeisen weiter hochschnellen, so wird der Kauf interessanter. (Bild fizkes/Shutterstock)

Leere und bezahlbare Wohnungen bleiben in der Schweiz ein rares Gut. Im Moment fährt besser, wer mietet statt kauft. Dies könnte sich laut Raiffeisen aber bald schon wieder ändern.

08.02.2024, 09:10 Uhr
Banken | Notenbanken

Redaktion: AWP

«Kaufen ist derzeit teurer als Mieten. Dieser Zustand wird sich aber wohl als ein kurzes Intermezzo entpuppen», liess sich Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in einer Mitteilung zitieren. Denn der Leitzins, der die Hypothekarzinsen und damit die Immobilienpreise beeinflusst, dürfte ab der zweiten Jahreshälfte 2024 wieder sinken. Gleichzeitig dürften die Mieten weiter hochschnellen. In einer eigenen Immobilie zu wohnen, dürfte sich daher mittelfristig wieder lohnen.

Auf Messers Schneide

Wie eine Immobilien-Studie von Raiffeisen Schweiz weiter zeigt, sind aktuell deutlich mehr Wohnobjekte zum Verkauf ausgeschrieben als während der Pandemie. Innerhalb von zwei Jahren habe sich das Preiswachstum zudem mehr als halbiert. Gleichzeitig gingen die Preisvorstellungen der Käufer und Verkäufer vermehrt auseinander. Dies führe dazu, dass Inserate länger aufgeschaltet seien und die Zahl der tatsächlichen Käufe abnehme.

Wie sich die Preise weiter entwickeln, steht laut den Studienautoren «auf Messers Schneide». Auch eine tiefere Immobilienpreise seien denkbar.

Mieten steigen wohl weiter

Für Mieterinnen und Mieter sieht die Situation weniger rosig aus. Schweizweit ging die Zahl der ausgeschriebenen Mietobjekte in den letzten eineinhalb Jahren stark zurück. Gleichzeitig stiegen die Mietpreise im Schnitt um 4,7 Prozent. «Das Mietpreiswachstum wird auf absehbare Zeit das allgemeine Preiswachstum übersteigen, obwohl die Zinsen bereits wieder am Sinken sind», schliesst Hasenmaile.

Denn der hypothekarische Referenzzinssatz - und damit die Bestandsmieten - dürfte stabil bleiben. Vor allem Neumieter müssen also immer tiefer in die Tasche greifen, um sich Wohnraum leisten zu können.

Wie sollen Anleger auf politischen Populismus reagieren? (Bild: Capital Group)

Wie zunehmender Populismus Märkte und Portfolios prägt

Populistische Massnahmen können langfristige Risiken wie höhere...

Advertorial lesen
Die aktuelle Ausgabe des GKB Magazins «Horizonte» stellt den Generationenwechsel in Familienunternehmen in den Vordergrund (Bild: GKB)

Generationenwechsel im Familienunternehmen: Erfolgsfaktoren für eine gelungene Nachfolge

Was bedeutet es, ein Lebenswerk loszulassen – und was braucht es, um...

Advertorial lesen
Alle Artikel anzeigen

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen eine bestmögliche Nutzung zu ermöglichen. Mit der Annahme der Cookies bestätigen Sie, dass Sie ein professioneller Anleger mit Sitz in der Schweiz sind.> Datenschutzerklärung