27.03.2025, 10:36 Uhr
Die norwegische Zentralbank scheut sich (noch) vor einer Zinssenkung und lässt den Satz bei 4,5 Prozent. Grund ist unter anderem die hohe Kerninflation.
Die Zahl der Baugenehmigungen sank 2024 zum dritten Jahr in Folge. Noch weniger neue Wohnungen waren in Deutschland zuletzt vor 15 Jahren bewilligt worden.
2024 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 215 900 Wohnungen von den Behörden genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, waren das 16,8 Prozent weniger als 2023. «Damit sank die Zahl der Baugenehmigungen bereits im dritten Jahr in Folge», heisst es in einer Mitteilung. Noch weniger neue Wohnungen als 2024 seien zuletzt im Jahr 2010 genehmigt worden.
In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.
Im Neubau wurden demnach 172 100 Wohnungen genehmigt, ein Minus von 19,4 Prozent gegenüber 2023. Nach Gebäudearten ging die Zahl bei Einfamilienhäusern mit 20,3 Prozent deutlich stärker zurück als bei Zweifamilienhäusern mit 11,3 Prozent. Diese beiden Gebäudearten werden in der Regel von Privatpersonen errichtet und machen rund ein Drittel der genehmigten Neubauwohnungen aus.
Rund zwei Drittel der Neubauwohnungen entstehen in Mehrfamilienhäusern. Hier lag die Zahl der Baugenehmigungen 2024 gegenüber 2023 um 19,7 Prozent niedriger.
Felix Pakleppa, Geschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), spricht von Zahlen, die alarmieren. «2020 waren es fast 370 000 Genehmigungen, 2021 sogar rund 380 000 und 2022 etwa 355 000», sagte er gegenüber dem Handelsblatt. Der Einbruch der Baugenehmigungen stehe «in krassem Widerspruch zum tatsächlichen Bedarf an Wohnraum, insbesondere an bezahlbarem Wohnraum».
Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) erklärte: «Der Wohnungsbau macht gerade eine schwere Zeit durch.» Aber es gehe aufwärts. Der Rückgang der Baugenehmigungen habe sich in der zweiten Jahreshälfte 2024 abgeschwächt. «Wir erwarten in diesem Jahr die Trendwende», sagte Geywitz. Die Zinsen für Wohnungsbaukredite seien gesunken, der Anstieg der Baukosten habe sich verlangsamt, die Auftragslage am Bau gehe nach oben.