04.04.2025, 10:46 Uhr
«Die von Präsident Donald Trump angekündigten Handelszölle sind höher als vom Markt erwartet. Durch die neuen Importzölle steigt der effektive Zollsatz der USA auf Niveaus, die seit Jahrzehnten nicht mehr...
Der zweitgrösste Novartis-Aktionär, die Sandoz-Familienstiftung, hat ein bedeutendes Paket ihrer Aktien des Pharmakonzerns Novartis zum Verkauf ins Schaufenster gestellt. Der Kurs fiel um gut 2 Prozent.
Ein Sprecher der «Sandoz - Fondation de Famille» bestätigte auf Anfrage von AWP entsprechende Medienberichte. Der Schritt geschehe im Rahmen einer Diversifikationsstrategie, hiess es dazu, ohne weiter ins Detail zu gehen. Die Sandoz-Familienstiftung hielt zuletzt laut dem Novartis-Geschäftsbericht einen Anteil von 4,1 Prozent an dem Pharmakonzern. Nur die UBS besitzt mehr Novartis-Aktien.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters bietet die Stiftung nun über ihre Beteiligungsgesellschaft Emasan AG in einer beschleunigten Bookbuilding-Transaktion insgesamt 26,5 Millionen Novartis-Aktien zum Kauf an. Das entspricht rund 1,2 Prozent aller ausstehenden Novartis-Aktien.
Angepeilt wird laut Reuters ein Verkauf der Aktien zu einem Preis von 98,25 Franken je Titel. Das würde einem Gesamtwert von mehr als 2,6 Milliarden Franken entsprechen. Auch dazu wollte sich der Sprecher der Familienstiftung nicht äussern. Am Dienstagabend schlossen die Novartis-Aktien bei 100,72 Franken. Nach der Ankündigung fiel der Kurs um etwas mehr als 2 Prozent.
Die Sandoz - Fondation de Famille ist Aktionärin von Novartis, weil sie historisch mit dem Unternehmen verbunden ist. Die Ursprünge der Stiftung gehen auf die Familie Sandoz zurück, die 1866 das Chemieunternehmen Sandoz in Basel gründete. Sie ist seit der Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz zur Novartis im Jahr 1996 einer der wichtigsten Aktionäre des Konzerns.
Die Stiftung ist vor allem in der Schweiz in mehreren Bereichen tätig. So etwa in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Hochschulbildung und Forschung. Über die Fondation Edouard et Maurice Sandoz (FEMS) unterstützt sie Künstler und Museen.