Adecco-Aktien leiden doppelt

Die Papiere von Adecco fallen zeitweise zweistellig. (Bild OleksSH/Shutterstock)
Die Papiere von Adecco fallen zeitweise zweistellig. (Bild OleksSH/Shutterstock)

Die Aktien des Stellenvermittlers Adecco haben am Dienstagnachmittag zeitweise prozentual zweistellige Kursverluste zu beklagen. Zum einen geht bei den Valoren die Dividende ab, zum anderen belastet aber auch ein enttäuschender Zwischenbericht des britischen Rivalen Hays.

16.04.2024, 14:38 Uhr
Aktien

Redaktion: AWP

Um 13.34 Uhr verlieren Adecco Namen noch 9,9 Prozent oder 3,38 Franken auf 30,92 Franken. Die Tagestiefstkurse liegen gar bei 30,78 Franken. Dem steht ein um 1,29 Prozent tieferer Gesamtmarkt (SPI) gegenüber.

Händler erklären sich einen beachtlichen Teil der Kursverluste mit dem Dividendenabgang im Umfang von 2,50 Franken je Aktie. Dass die Valoren zeitweise sogar mehr als 10 Prozent an Kurswert verlieren, dürfte allerdings dem enttäuschenden Zwischenbericht des Rivalen Hays für die Monate Januar bis März geschuldet sein.

Nicht zuletzt aufgrund einer deutlichen Verschlechterung in Deutschland ist der Bruttogewinn bei den Briten im Jahresvergleich um 14 Prozent zurückgegangen. Das liegt über dem von Analysten durchschnittlich befürchteten Bruttogewinnrückgang um 10 Prozent und entspricht gegenüber dem vorangegangenen Quartal einer weiteren Verschlechterung. Gleichzeitig warnt der Spezialistenvermittler vor weiterhin herausfordernden Marktbedingungen.

Grosser Verlierer

Dass Hays insbesondere in Deutschland hadert, lässt hiesige Beobachter negative Rückschlüsse auf das Tagesgeschäft von Adecco im deutschsprachigen Raum ziehen. Neben Frankreich zählen Deutschland, Österreich und die Schweiz zu den wichtigsten Märkten des Stellenvermittlers. Adecco selber berichtet erst am 7. Mai über die Geschäftsentwicklung des ersten Quartals. Bis dahin seien die Anleger zum Warten verdammt, heisst es weiter.

Mit einem Minus von 25 Prozent seit Januar zählen die Valoren des Stellenvermittlers im bisherigen Jahresverlauf zu den Verlierern an der Schweizer Börse.

Nicolas Jullien, CFA, Leiter der Abteilung High Yield & Credit Arbitrage bei Candriam. (Bild pd)

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