Raiffeisen-Ökonomen heben BIP-Prognose für 2026 deutlich an

Raiffeisen-Ökonomen heben BIP-Prognose und gehen von SNB-Zinsschritt aus (Bild: Adobe Stock)
Raiffeisen-Ökonomen heben BIP-Prognose und gehen von SNB-Zinsschritt aus (Bild: Adobe Stock)

Die Raiffeisen-Ökonomen rechnen für die Schweizer Wirtschaft mit kräftigem Wachstum und erhöhen die BIP-Prognose für das laufende Jahr. Zudem gehen sie mit Blick auf die Inflationsentwicklung von einem baldigen Ende der Nullzinspolitik in der Schweiz aus.

08.10.2026, 08:00 Uhr
Banken | Konjunktur

Redaktion: AWP

Neu rechnet Raiffeisen für 2026 sportevent-bereinigt mit einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,7 Prozent, wie aus dem am Donnerstag publizierten «Konjunkturcheck» der Bank hervorgeht. Zuvor lag die Prognose bei +0,8 Prozent. Für 2027 belassen die Ökonomen die BIP-Prognose bei +1,3 Prozent.

Die Schweizer Wirtschaft bleibe auf Erholungskurs und habe sich vom Iran-Konflikt bislang unbeeindruckt gezeigt, so die Begründung. Die Unternehmensstimmung habe im September auch der erneuten Intensivierung des Konflikts getrotzt und die Wachstumszahlen für das zweite Quartal seien, von der Dynamik im Pharmasektor gestützt, stärker als erwartet ausgefallen.

Zinserhöhung erwartet

Nicht nur zur Konjunkturentwicklung erhöht Raiffeisen die Prognose, die Ökonomen gehen auch von einer höheren Teuerung aus. Sie heben die Inflationsprognosen für 2026 auf +0,7 von zuvor +0,5 Prozent und für 2027 auf +1,1 von +0,8 Prozent an.

Der Gegenwind hoher Energiepreise dürfte länger als erhofft anhalten, heisst es im Bericht. Und die unterliegende Inflation werde in der Schweiz wegen des weniger starken Frankens und des erhöhten Preisdrucks aus dem Ausland nach oben tendieren.

Entsprechend rechnet Raiffeisen schon bald mit einer Zinserhöhung der SNB. Die Schweizer Wirtschaft bewege sich nahe am Potenzialpfad, während die Inflation komfortabel im SNB-Zielband von 0 bis 2 Prozent liege, betonen die Ökonomen. Die stützende Nullzinspolitik der SNB erscheine entsprechend zunehmend unangemessen. Daher werde die SNB wohl an ihrer nächsten Lagebeurteilung im Dezember an der Zinsschraube drehen.

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