Martin Gilbert wird Präsident von Revolut

Martin Gilbert wird Präsident von Revolut.
Martin Gilbert wird Präsident von Revolut.

Revolut verstärkt mit einem Veteranen der Finanzwelt seine Governance. Martin Gilbert, der Anfang Oktober seinen Rücktritt als Co-Chef von Standard Life Aberdeen bekanntgegeben hat, wird Präsident der Neobank Revolut.

12.11.2019, 10:15 Uhr

Redaktion: rem

Die britische Neobank Revolut hat seit ihrer Gründung vor vier Jahren ein enormes Wachstum hingelegt. Die digitale Bank hat laut eigenen Angaben acht Millionen Kunden und allein im letzten Oktober eine Million neue Konten eröffnet. Das Unternehmen, das mit einer App für Reisegeld gestartet war und heute über eine Vollbanklizenz in der Eurozone verfügt, hat seine Aktivitäten auf den Aktienhandel ausgedehnt, ist kürzlich in Singapur und Australien gestartet und plant die Eröffnung einer Niederlassung in den USA noch vor Ende des Jahres. Dieses Wachstumstempo hat die junge Führung von Revolut im Bereich der Governance überfordert. Nun sucht das Unternehmen bei erfahrnenen Finanzmanagern Unterstützung.

Martin Gilbert, der Gründer von Aberdeen Asset Management (heute Aberdeen Standard Investments), der Anfang Oktober seinen Rücktritt als Co-Chef der Gruppe Standard Life Aberdeen bekanntgegeben hat, übernimmt laut Medienberichten ab Januar das Präsidium von Revolut. Gilbert, welcher Revolut-CEO Nik Storonsky bereits seit einigen Monaten berät, will der Neobank dabei helfen, die "Wachstumsschmerzen" des Unternehmens hinter sich zu lassen und den Boden für eine weitere Finanzierungsrunde zu legen, wie die "Financial Times" schreibt. Revolut will nächstes Jahr bis zu 1,5 Milliarden Dollar hereinholen, um weiteres Wachstum zu finanzieren.

Neben Gilbert werden dem Verwaltungsrat der ehemalige Goldman Sachs-Exekutivdirektor Michael Sherwood sowie Caroline Britton,ehemalige Partnerin bei Deloitte und Bruce Wallace von derSilicon Valley Bank angehören.

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