Bank Alpinum wagt den Neustart

Patrik Läser übernimmt die Führung der Bank Alpinum
Patrik Läser übernimmt die Führung der Bank Alpinum

Die Liechtensteiner Bank Alpinum startet nach einer turbulenten Phase neu. Der Verwaltungsrat, dem auch Jan Schoch angehört, engagiert einen Trust-Spezialisten der Credit Suisse als CEO.

27.08.2019, 14:28 Uhr

Redaktion: cwe

Bei der 2001 gegründeten Liechtensteiner Bank Alpinum blieb in den vergangenen Monaten kein Stein auf dem anderen. Mit dem Rücktritt von Yousef Sherkati aus dem Verwaltungsrat per Ende Juli 2019 wurden die Iran-Verbindungen endgültig gekappt. Der Iran-Schweizer Sherkati war seit der Gründung im Verwaltungsrat und amtete als deren Vizepräsident, VR-Präsident ist sein Schweigersohn Peter Cott. Die Bank war in der Vergangenheit im Zusammenhang mit zahlreichen Vorfällen um Veruntreuungen und Kontakte zu dubiosen Kunden in die Schlagzeilen geraten, wie "die Ostschweiz" im Frühjahr berichtete.

Im Februar 2019 wurde deshalb der CEO Stephan Häberle entlassen und die beiden seit der Grüdnung aktiven Verwaltungsräte Werner Althaus und Franz J. Jäggi traten altershalber aus dem VR zurück. Mit Jan Schoch zog gleichzeitig ein bekannter Name in den Verwaltungsrat ein. Schoch versuchte sich nach seiner Zeit als Chef von Leonteq als Bankier, scheiterte aber 2017 mit der Tech-Bank Flynt.

Nun will die Bank Alpinum mit einem neuen Führungsteam durchstarten. Im September 2019 übernimmt Patrik Läser als CEO die operative Führung der Bank vom Interims-CEO Jürgen Bewernick. Dieser wird aus der Bank ausscheiden, womit die gesamte frühere Führungscrew die Bank verlassen hat bzw. musste. Das verwaltete Kundenvermögen der Bank Alpinum belief sich per Ende 2018 auf rund 1.2 Milliarden Franken.

Patrik Läser blickt auf eine rund 20-jährige Karriere in Banken und Versicherungen zurück. In den vergangenen 17 Jahren war er in verschiedenen Positionen bei der Credit Suisse tätig, zuletzt als Global Head Trust Management und Life Insurance.

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