Fokus auf Biotechnologie und Nachhaltigkeit

Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg, Präsident der Krebsliga Schweiz.
Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg, Präsident der Krebsliga Schweiz.

Wer gut investiert, der kann mehr spenden! Das gilt insbesondere für die Investoren im Cancer Charity Support Fund (CCSF), der das Jahr 2013 mit einer stolzen Performance von 7,3% abschloss. Zusammen mit dem Gebührenverzicht von Fondsleitung und Depotbank können der Krebsliga Schweiz und der Krebsforschung Schweiz 850‘000 Schweizer Franken gespendet werden.

13.02.2014, 17:52 Uhr

Redaktion: dab

Beim Cancer Charity Support Fund (CCSF) profitierten 2013 Anleger und Krebsforscher gleichermassen. Der Charityfonds investiert einen Teil des Vermögens in Aktien von krebsbekämpfenden Unternehmen und profitierte 2013 unter anderem von der Biotech-Hausse. Dank der Jahresperformance von 7,3% konnten die Investoren 650‘000 Franken der Krebsliga Schweiz und der Krebsforschung Schweiz spenden. Dies sind 50% des Performanceanteils, der den Ausgabepreis von 100 Franken übersteigt. Der Verzicht auf Gebühren von Depotbank und Fondsleitung spülte zusätzliche 200‘000 Franken in die Spendenkasse. Jahre wie diese motivieren dazu, in Charityfonds wie den CCSF zu investieren. Denn auch nach Abzug von Spenden und Gebühren verbleibt den Anlegern eine erfreuliche Nettorendite. Auch das neue Jahr hat sich gut angelassen. Trotz der schwierigen Finanzmärkte in der zweiten Januarhälfte erzielte der CCSF im Januar eine positive Monatsperformance von 1,5%.

Beim CCSF handelt es sich zudem um ein höchst unkonventionelles Anlageprodukt. Es zielt nicht nur darauf ab, eine finanzielle Rendite zu generieren, sondern auch maximalen gesellschaftlichen Nutzen. Dazu werden einerseits 50% der Rendite und der Gebühren der Krebsliga Schweiz sowie der Krebsforschung Schweiz gespendet. Zudem wird bewusst in Unternehmen investiert, die sich entweder auf die Krebsbekämpfung fokussieren, oder ausdrücklich nachhaltig und umweltbewusst agieren und sich zudem gegenüber den Anspruchsgruppen sozial vorbildlich verhalten. Insofern kann man auch von einem Impactfonds sprechen.

Rendite gepaart mit Spende und gesellschaftlicher Verantwortung
Der Fondsmanager des CCSF pflegt die sozial und nachhaltig ausgerichtete Anlagephilosophie bewusst auch ausserhalb der Krebsforschung. Dies spiegelt sich zum Beispiel im Engagement an einem Social Impact Fund. Dieser finanziert Institutionen, die Kredite an Kleinstunternehmer gewähren, Unternehmen, die Arbeitsplätze für benachteiligte Menschen anbieten oder Organisationen, welche die Entwicklung und den Vertrieb günstiger Medikamente in Schwellenländern fördern. Ein weiteres Beispiel ist ein Biogas-Fonds. Dieser investiert in Kraftwerke, die Biogas aus organischen Abfällen verwerten. Anlagen dieser Art leisten einen wichtigen Beitrag zu einem künftig nachhaltigen Energiekurs eines Landes und generieren einen entsprechenden gesellschaftlichen Mehrwert. Sie tragen dazu bei, nicht erneuerbare Energiequellen zu schonen, Abfälle sinnvoll und umweltgerecht zu entsorgen und die Verschwendung von Landwirtschaftsflächen zu verhindern.

Die Risiken des Charityfonds sind breit verteilt, um die Kursschwankungen in Grenzen zu halten. Damit eignet sich der Fonds auch für konservative Anleger, die hohe Kursschwankungen meiden wollen. Beim CCSF zum Beispiel kann der Aktienanteil maximal 50% des Portfolios betragen. Bis zu 50% werden in Anleihen unterschiedlicher Bonitäten und Laufzeiten angelegt und bis zu 20% in alternative Anlagen. Das Anlagekonstrukt, das in Schweizer Franken rechnet, hat sich als recht robust erwiesen.

Für die optimale Bewirtschaftung der Biotech- und Onkologieengagements sorgt notabene ein hochkarätiger Anlageausschuss. Mitglieder sind neben dem erfahrenen Anlageprofi Thomas Link auch der Biotechspezialist Christian Lach von Adamant Biomedical Investments AG, Eric Lütenegger, Geschäftsleitungsmitglied der Fondsleitungsgesellschaft PMG Fonds Management AG und Portfoliomanager des CCSF, sowie Professor Dr. med. Thomas Cerny, Präsident Stiftung Krebsforschung Schweiz und Chefarzt Onkologie / Hämatologie am Kantonsspital St. Gallen, und Professorin Dr. Silke Gillessen, Leitende Ärztin Onkologie / Hämatologie sowie Leiterin der Klinischen Krebsforschung am Kantonsspital St. Gallen. Das Gremium überprüft die Einzelinvestments des CCSF vier- bis sechsmal jährlich.

Der Präsident der Krebsliga Schweiz, Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg, zeigt sich erfreut über das Spendenaufkommen des CCSF. „Der Erfolg des Charityfonds freut uns ausserordentlich. Er zeigt, dass neue Spendenkonzepte wie dieses Zukunft haben“, betont er.

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