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Barry Callebaut baut fast jede fünfte Stelle ab

250 Millionen Franken sollen insgesamt gespart werden, auch mit einem Job-Abbau. (Bild T.Schneider/Shutterstock)
250 Millionen Franken sollen insgesamt gespart werden, auch mit einem Job-Abbau. (Bild T.Schneider/Shutterstock)

Beim weltgrössten Schokoladenhersteller Barry Callebaut kommt es zu einem einschneidenden Stellenabbau. Weil das Unternehmen es in der Vergangenheit laut Firmenchef Peter Feld verpasst hat, sich richtig aufzustellen, verliert nun wohl fast ein Fünftel der Angestellten ihre Arbeit. Die Auswirkungen auf die Schweiz sind noch nicht klar.

26.02.2024, 17:41 Uhr
Aktien

Redaktion: AWP

Dem bereits im Herbst angekündigten Sparplan dürften rund 2500 Stellen zum Opfer fallen, wie Firmenchef Peter Feld in einem Interview mit dem deutschen «Handelsblatt» sagte. Die Schuld dafür gibt der Deutsche, der das Unternehmen seit vergangenem Frühling leitet, nicht zuletzt seinem Vorgänger Peter Boone und dessen Management: «Wir haben es in der Vergangenheit versäumt, regelmässig zu überprüfen, ob wir für die Zukunft noch richtig aufgestellt sind», sagte er gegenüber der Zeitung.

Mit dem Sparplan will das Unternehmen künftig jährlich 250 Millionen Franken einsparen. Ein Firmensprecher bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AWP, dass das Sparprogramm «einen geplanten Abbau von rund 2500 Stellen weltweit innerhalb der kommenden 18 Monate beinhalten könnte».

Doppelstellen streichen

Offenbar ist der Stellenabbau eine der wichtigsten Massnahmen, damit der Schokoladenkonzern sein Sparziel erreicht: Feld spricht im Interview unter anderem von «Doppelarbeit und ineffizienten Strukturen». Bis ins vergangene Jahr sei das Unternehmen wie vier Firmen geführt worden, sagte Feld. Es gab ein Schokoladengeschäft in den USA, eines in Europa, eines in Asien und das weltweite Kakaogeschäft. «Wir haben uns nie entschieden, die Prozesse weltweit zu standardisieren», sagte Feld. Genau diese Doppelarbeiten und Ineffizienzen sollen mit der Entlassungswelle abgebaut werden.

Auswirkungen auf die Schweiz noch unklar

Wie viele Jobs in der Schweiz betroffen sind, geht aus den Angaben ebenfalls nicht hervor. Da das Unternehmen seinen Hauptsitz hierzulande hat und nun verschiedene Aufgaben, vor allem im Bereich der Verwaltung, zentralisieren möchte, kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Schweiz beim Abbau wohl glimpflich davon kommt.

Der Stellenabbau ist derweil nicht die einzige Massnahme, die das neue Management unter der Führung von Feld unternimmt. Laut dem Sprecher wurde beispielsweise auch die Schliessung einer Fabrik in Norderstedt (Schleswig-Holstein) nahe Hamburg und einer im malaysischen Port Klang beschlossen.

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