Qualitätsunternehmen geben Standhaftigkeit

Clyde Rossouw, Co-Head of Quality bei Investec
Clyde Rossouw, Co-Head of Quality bei Investec

Clyde Rossouw von Investec glaubt, dass die Anwendung eines aktiven Bottom-up-Qualitätsansatzes helfen kann, die aktuellen Marktturbulenzen mit grösserer Sicherheit zu meistern, statt sich passiv den Marktbewegungen zu unterwerfen. Qualitätsmerkmale würden sich auch in unsicheren Zeiten nicht ändern. Vielmehr würden sie die notwendigen Zutaten liefern, um das Vermögen der Aktionäre weiterhin zu bündeln.

18.01.2019, 18:17 Uhr

Autor: sif / ase

Durch einen aktiven Qualitätsansatz ist es gemäss Clyde Rossouw, Co-Head of Quality bei Investec, möglich, das Verlustrisiko gegenüber dem Markt zu reduzieren und gleichzeitig eine starke Leistung während des gesamten Zyklus zu erbringen sowohl absolut als auch relativ. "Wir streben nach Unternehmen mit starken und beständigen Erfolgsausweisen mit eingebetteten identifizierbaren Strategien, geringer Verschuldung, starken Managementteams und guten Governance-Strukturen", so Rossouw. Dies seien Unternehmen, die klare und vertrauenswürdige Marken haben, ertragsorientiert sind und über hohe freie Cashflows verfügen.

Investitionen in Forschung und Entwicklung rüsten für die Zukunft
Qualitätsunternehmen sorgen laut Rossouw nicht nur für Widerstandsfähigkeit in derzeit volatilen Märkten, sondern sichern auch ihre Geschäfte durch kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E). Diese Investitionen würden dazu beitragen, Produktinnovationen voranzutreiben und die Markenbekanntheit und -bindung zu verbessern. Auf diese Weise würde nicht nur ein selbstfinanziertes zukünftiges Wachstum unterstützt, sondern auch die Eintrittsbarrieren gestärkt und Unternehmen vor Störungen und Wettbewerbsbedrohungen geschützt. Einige der sich ständig weiterentwickelnden Themen sind gemäss Rossouw die digitale Zahlungsindustrie, die Reisebranche, die Verlagerung von Software und Dienstleistungen in die Cloud sowie Trends in den Bereichen Gesundheit und Kosmetik.

Unternehmen an der Spitze des technologischen Wandels
Daher haben Rossouw und sein Team auch das Engagement bei zahlungsmittelgenerierenden Technologiewerten erhöht. Dazu gehören neben Microsoft und Visa auch Unternehmen wie Verisign, die Registrierungsstelle für.com und.net Domainnamen, Intuit, das Buchhaltungssoftwareunternehmen, und ASML, der monopolähnliche Hersteller von Lithographiegeräten für die Computerchipentwicklung. Der Portfoliomanager ist überzeugt: "Diese Unternehmen stehen an der Spitze des technologischen Wandels und profitieren vom Wachstum der Internetnutzung und des Cloud Computing sowie von neuen Technologien wie Robotik, Künstliche Intelligenz, Augmented Reality und dem Internet der Dinge."

Konsumgüterindustrie von disruptiven Bedrohungen betroffen
Rossouw ist sich den Risiken bewusst, die von dominanten Marktpositionen bestimmter Qualitätsunternehmen ausgehen. So habe er das Engagement bei Unternehmen der Konsumgüterindustrie reduziert, die am stärksten von disruptiven Bedrohungen wie dem E-Commerce und der digitalen Werbung betroffen seien. Speziell in den USA, im Lebensmittelsektor sowie bei bestimmten Haushaltsprodukten bestehen solche Gefahren. "Bei den Grundnahrungsmitteln gibt es nach wie vor attraktive Möglichkeiten, insbesondere angesichts der globalen Trends in den Bereichen Gesundheit, Wellness und Körperpflege sowie der anhaltenden langfristigen Verlagerung in konsumorientiertere Volkswirtschaften in den Schwellenländern", so der Experte der Schlüssel bleibe aber die Aktienauswahl.

Zusammenfassend meint Rossouw, dass sorgfältig ausgewählte Qualitätsunternehmen mit langfristigen strukturellen und nicht kurzfristigen zyklischen Wachstumstreibern gut aufgestellt seien, um im Jahr 2019 erfolgreich zu sein.

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