Luxusbranche darbt nicht: 15 Prozent Umsatzplus

Scilla Huang Sun (Bild) ist mit Andrea Gerst Fondsmanagerin des JB Luxury Brands Fund
Scilla Huang Sun (Bild) ist mit Andrea Gerst Fondsmanagerin des JB Luxury Brands Fund

Die Luxusbranche verzeichnet in allen Regionen solide Wachstumsraten. Daher sind die langfristigen Aussichten für Luxus weiterhin solide, erwarten Scilla Huang Sun und Andrea Gerst, die Fondsmanagerinnen des JB Luxury Brands Fund. In ihrem Marktkommentar geben sie sich überzeugt, dass Luxusaktion gute Kaufgelegenheiten bieten.

15.11.2011, 11:09 Uhr

Redaktion: kab


2011 war bisher ein weiteres gutes Jahr für die Luxusbranche. Die ersten neun Monate des Jahres brachten ein kräftiges Wachstum, da der Branchenumsatz um über 15 Prozent stieg. Die Schweizer Uhrenexporte erhöhten sich allein im September um nicht weniger als 21 Prozent und haben seit Jahresbeginn um 20 Prozent zugenommen. Führende Luxusmarken wie Burberry, Louis Vuitton, Hermès, Gucci und Bottega Veneta meldeten drei Quartale in Folge hervorragende Zahlen.

Regional betrachtet waren die guten Daten zum US-Markt eine erfreuliche Überraschung. Sie bestätigten erneut, dass sich der High-End-Konsum in den USA erheblich besser hält als der Massenmarkt, da die Arbeitslosigkeit bei gut gebildeten Personen wesentlich geringer ist als im Durchschnitt. In Europa waren die Resultate indes durchzogen. Der Absatz an den südeuropäischen Märkten gab nach - eine Entwicklung, die angesichts der wirtschaftlichen Probleme in vielen dieser Länder nicht überraschte. In Asien weist China nach wie vor das stärkste Wachstum auf und viele Marken konnten im bisherigen Jahresverlauf um 30 Prozent zulegen.

Schwächeres Wachstum in China ist gesund
Der anhaltend starke Aufwärtstrend in China bestätigt, dass China weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber für die Luxusbranche ist. Die Befürchtung einer harten Landung ist verständlich, unserer Meinung nach jedoch übertrieben, jedenfalls auf kurze Sicht. Die strukturellen Aussichten für den Konsum bleiben sehr günstig. In China entfallen nur 35 Prozent des BIP auf den Konsum, gegenüber 70 Prozent in den USA. China muss seine Abhängigkeit von Exporten und Investitionen reduzieren und die Bevölkerung ermutigen, mehr zu konsumieren. Darüber hinaus ist die Verschuldung der Privathaushalte wesentlich geringer als in Europa oder den USA. Daher geht Swiss & Global AM davon aus, dass die Kaufkraft der Chinesen und ihr Interesse an Luxus weiter zunehmen.

Die Aussichten bleiben solide
Sofern kein weltweiter Schock eintritt, ist nach Ansicht der Fondsmanagerinnen für die kommenden Monate ein schwächeres, aber immer noch solides Wachstum des Luxussektors zu erwarten, es wird nicht mit einer Veränderung des langfristigen Wachstumstrends gerechnet. Es gibt immer mehr wohlhabende Konsumenten, insbesondere in den Schwellenländern, wo die Verbraucher besonders erpicht darauf sind, eine Handtasche von Louis Vuitton oder eine Omega-Uhr zu kaufen. In finanzieller Hinsicht sind Luxusunternehmen sehr gut in Form und viele Unternehmen halten Nettoliquidität. In der Vergangenheit ergaben sich in Phasen der Marktvolatilität und bei kurzfristigen Korrekturen gute Kaufgelegenheiten für Luxusaktien.


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