Janus: Massives US-Sparprogramm dringend nötig

Gibson Smith, Co-CIO von Janus Capital
Gibson Smith, Co-CIO von Janus Capital

Schmerzhafte Sparbemühungen der US-Regierung sind nach Meinung der amerikanischen Fondsgesellschaft Janus unumgänglich, um die finanzielle Gesundheit der Nation langfristig sicherzustellen.

19.07.2011, 16:08 Uhr

Redaktion: mak

"Es führt kein Weg an einem aggressiven Sparprogramm vorbei, selbst wenn das ohne Zweifel den Ausblick für das weitere wirtschaftliche Wachstum in den USA zunächst einmal weiter verdunkeln würde", sagt Gibson Smith, Co-Chief Investment Officer von Janus Capital. Der Experte erwartet, dass der politische Streit um die US-Schuldengrenze und die Reduzierung des Haushaltsdefizits bis zum Stichtag 2. August beigelegt werde. Allerdings befürchtet er, dass die dann beschlossenen Massnahmen nicht ausreichen, um langfristig zu einer Lösung zu kommen und die Märkte zu beruhigen. "Wir brauchen eine neue Ära des Sparens, um den Schuldenberg abzubauen, der die US-Regierung belastet", fordert Gibson Smith.

Janus erwartet, dass die Finanzmärkte mit jedem Tag nervöser werden, an dem noch keine gemeinsame Lösung in den USA gefunden wurde. Die Ankündigung von Moody´s, eine Rating-Herabstufung zu prüfen, sei in diesem Zusammenhang zu sehen. Der Aufwärtstrend des Goldpreises werde andauern, weil die Anleger weiterhin auf der Suche nach einem sicheren Hafen für ihr Vermögen seien.

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