Dexia AM sieht gute Chancen an der LBO- und M&A-Front

Angesichts der vorteilhaften Finanzierungsbedingungen und der steigenden Risikobereitschaft der Anleger erwartet Ken Van Weyenberg, Anlagespezialist bei Dexia Asset Management (Dexia AM) erneut ein gutes LBO-Jahr.

17.05.2013, 17:20 Uhr

Redaktion: dab

2011 wurden allein im Bereich LBO Transaktionen im Wert von rund 120 Mrd. $ getätigt, 2012 rund 135 Mrd. 2013 begann mit dem LBO von Heinz durch Berkshire Hattaway und demjenigen von Dell durch Silver Lake. Angesichts der vorteilhaften Finanzierungsbedingungen und der steigenden Risikobereitschaft der Anleger erwartet Ken Van Weyenberg, Anlagespezialist bei Dexia Asset Management (Dexia AM) erneut ein gutes LBO-Jahr. Refinanzierungsbedarf sieht er vor allem in den Bereichen Chemie, Transport und Gesundheit. Für 2013 werden erneut LBO-Volumen von gut 100 Mrd. $ und für 2014 sogar von 140 Mrd. prognostiziert.

Überhaupt sieht es im gesamten M&A-Bereich dynamisch aus. Die Unternehmen sitzen weltweit auf Cashpositionen von 3'500 Mrd. $. In den ersten drei Monaten wurden bereits Deals im Wert von 690 Mrd. $ angekündigt. 330 Mrd. wurden bereits abgewickelt. Die meisten Deal betreffen die USA. Aber auch in Europa prognostiziert Ken steigende Aktivitäten. Vor allem dort, wo die höchsten Cashpositionen sind: Nahrungsmittel und Getränke, Hygieneartikel, Phama, Energie, Technologie sowie Telekom und Kabel.

Ken nennt einige heisse europäische Kandidaten: Nicht überraschen würde ihn die Übernahme von Tod's durch LVMH, von Kloeckner durch Knauf Interfer oder von Nokia durch Samsung, Apple, Google oder Microsoft.

Allerdings warnt er davor, dass die Bondanleger nicht gleichermassen von M&As oder LBOs profitieren wie die Aktionäre. Gerade LBOs sind verbunden mit einem starken Anstieg des Kreditrisikos. Dies zeigt er im angehängten Artikel anhand dreier Beispiele: Virgin Media und Liberty Global, Berkshire Hattaway und Heinz sowie Silver Lake und Dell.

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