Attraktive Renditen sorgen für gute High Yield Performance

Michel Ho, Senior Client Portfolio Manager, ING Investment Management
Michel Ho, Senior Client Portfolio Manager, ING Investment Management

Renditen von derzeit 7 bis 8 Prozent sowie solide Rahmendaten an den Unternehmensanleihemärkten machen High Yield Anlagen für immer mehr Investoren ausserordentlich attraktiv.

28.02.2012, 17:16 Uhr

Redaktion: anw

Michel Ho, Senior Client Portfolio Manager, ING Investment Management, meint, dass Unternehmen mit gesunden Bilanzen und kräftigen Cashflows auch den Herausforderungen eines Umfelds gewachsen seien, das von geringem Wirtschaftswachstum oder sogar einer leichten Rezession geprägt ist. "Wir rechnen bei unserem Global and European High Yield Fonds in diesem Jahr sogar mit Renditen in zweistelliger Höhe." Die Tragfähigkeit von Staatsfinanzen wird einer der Schlüsselfaktoren für die Entwicklung am Unternehmensanleihemarkt bleiben. Die jüngste Entspannung hat sich bereits positiv auf die Stimmung unter Investoren ausgewirkt, aber es besteht noch erheblicher Spielraum für Verbesserungen. Die meisten Unternehmen blieben vorsichtig und konzentrierten sich weiterhin auf die Stärkung ihrer Bilanzen sowie den Schuldenabbau.

Für 2012 erwartet der Asset-Manager, dass die Nachfrage nach dieser Anlageform ungebrochen bleibt, denn die Rahmendaten auf dem Unternehmensanleihemarkt sind weiterhin solide und die Renditen für Staatsanleihen mit vergleichbaren Laufzeiten äusserst niedrig. So rentieren Bundesanleihen mit fünfjähriger Laufzeit derzeit weniger als 1 Prozent, während ING IMs Global and European High Yield Fonds nahezu 8 Prozent abwerfen.

Geringe Ausfallwahrscheinlichkeit
Michel Ho weiter: "Insgesamt ist unser makroökonomisches Szenario für Unternehmensanleihestrategien durchaus günstig. Vor diesem Hintergrund erwarten wir weltweit ein hinter seinem Potenzial zurückbleibendes Wirtschaftswachstum, das infolge der Sparmassnahmen auch deutliche Abwärtsrisiken aufweist." Da die Rahmendaten am Unternehmensanleihemarkt weiterhin günstig sind und die geschätzte Ausfallwahrscheinlichkeit bei nur 2 Prozent liegt, bieten die gegenwärtigen Risikoaufschläge von rund 700 Basispunkten immer noch einen im Verhältnis zum Risiko attraktiven Ertrag. Vor allem zu Jahresbeginn hatte der Markt das Ausfallrisiko mit implizierten Ausfallraten von über 9,5 Prozent zu hoch eingeschätzt.

Im Rückblick auf 2011 lässt sich festhalten, dass alle Hochzinssektoren – mit Ausnahme des Wohnimmobilienmarktes und der Transportbranche und trotz erhöhter Volatilität gegen Jahresende – positive Erträge in US-Dollar aufwiesen. Zu den erfolgreichsten Sektoren zählten Energie, Technologie sowie Kabel & Satellit, die in US-Dollar jeweils über 9 Prozent rentierten.

"Run auf risikoreiche Anlageformen"
Michel Ho fasst zusammen: "Im letzten Quartal 2011 erlebten wir eine zwar volatile, aber deutlich positive Wertentwicklung am Hochzinsmarkt. Vor allem im Oktober kam es im Anschluss an ein sehr schwaches drittes Quartal zu einem regelrechten Run auf risikoreichere Anlageformen. Die Unternehmensrahmendaten blieben robust, es kam kaum zu Ausfällen. Infolge der anhaltenden Krise an der Euro-Peripherie schnitten US-Werte weiter besser ab als ihre europäischen Pendants. Trotz der Sorgen um die Staatsschuldenkrise rechnen wir mit einem guten, wenn auch volatilen Jahr für High Yield.“

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