2023: Erholung angekündigt

Die Schwyzer Kantonalbank hat für 2023 zwei Szenarien ausgearbeitet. (Bild: Shutterstock.com/Robert Bodnar T)
Die Schwyzer Kantonalbank hat für 2023 zwei Szenarien ausgearbeitet. (Bild: Shutterstock.com/Robert Bodnar T)

Im kommenden Jahr soll sich das makroökonomische Umfeld für die Finanzmärkte erholen. Davon geht Thomas Rühl von der Schwyzer Kantonalbank in seinem Hauptszenario für 2023 aus.

07.12.2022, 11:56 Uhr

Redaktion: maw

2022 war aus Sicht von Anlegerinnen und Anlegern ein unerfreuliches Jahr. Geopolitische Spannungen inklusive des Angriffs auf die Ukraine, Inflation und restriktive Zentralbanken hatten sinkende Aktien-, Obligationen- und Immobilienbewertungen zur Folge. Im 4. Quartal hätten sich die ärgsten Ängste jedoch etwas abgeschwächt – die Märkte seien wieder zuversichtlicher, sagt Thomas Rühl, CIO und Leiter Research von der Schwyzer Kantonalbank.

Im Jahr 2023 würden sich einerseits die langfristigen Trends fortsetzen: Das Leben werde immer stärker technologisiert, viele Menschen suchen einen individuellen Lebensstil und finden sich immer weniger in traditionellen Verhaltensmustern wieder. Die Gesellschaft altert, bleibe jedoch dank besserer Gesundheitsversorgung länger aktiv. "Langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger können weiterhin von diesen Trends profitieren", betont Rühl.

Hauptszenario 2023: Abschwächung der Inflation

Andererseits spiele das makroökonomische Umfeld für die Finanzmärkte nach wie vor eine zentrale Rolle. Um dessen mögliche Folgen für Anlegerinnen und Anleger abzuschätzen, hat die Schwyzer Kantonalbank zwei Szenarien ausgearbeitet. Das Hauptszenario für 2023 rechnet mit einer Abschwächung der Inflation und einer gemässigteren Geldpolitik der Zentralbanken. Damit werden die Aktien- und Obligationenmärkte von einem attraktiveren Umfeld profitieren. "Ausserdem rechnen wir mit einer Normalisierung der Energiemärkte und Tauwetter bei den Handelsbeziehungen", erklärt der CIO.

Das Alternativszenario unterstellt eine weiterhin angespannte makroökonomische Lage, steigende Zinsen sowie anhaltende geopolitische und energiebezogene Verwerfungen. "Wir halten dieses Szenario für wenig wahrscheinlich, sehen es jedoch als Entscheidungshilfe für Anlegerinnen und Anleger, die einen solchen Verlauf erwarten", meint Rühl. Unter diesen Vorzeichen würden vor allem Energieträger und Aktien von Energieunternehmen sowie Gold und defensive Aktien für eine Überperformance sorgen.

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