Vermögende Schweizer möchten einfacher in Privatmärkte investieren

87% der vermögenden Privatpersonen möchten in Private Equity investieren (Bild photonphoto/Shutterstock)
87% der vermögenden Privatpersonen möchten in Private Equity investieren (Bild photonphoto/Shutterstock)

Vermögende Schweizer Privatkunden sind sehr interessiert an Privatmarktanlagen, sie wünschen aber einen einfacheren Zugang, wie eine Umfrage bei 100 Privatanlegern zeigt. Private Equity ist die gefragteste Anlageklasse.

25.10.2022, 16:00 Uhr

Redaktion: cwe

Vermögende Privatpersonen in der Schweiz betrachten Privatmarktanlagen als wichtigen Teil ihrer Anlagestrategie. Während rund 30% bereits investiert sind, wären 40% derjenigen, die noch nicht investiert sind, daran interessiert, wenn der Zugang zu Privatmarktanlagen einfacher wäre. Derzeit ist Private Equity die gefragteste Anlageklasse, die in 84% der Portfolios von Privatmarktanlegern vertreten ist. Infrastruktur und Private Debt sind kaum vertreten, während Immobilien in den Portfolios von 33% der Befragten, die bereits in private Märkte investiert haben, vorkommen. Dies sind einige der Ergebnisse einer neuen Studie, die von Mercer und Titanbay veröffentlicht wurde und für die über 100 vermögende Privatpersonen in der Schweiz mit einem liquiden Vermögen zwischen 0.5 und 5 Mio. CHF befragt wurden.

Obwohl das Interesse an Privatmärkten gross ist, gibt es eine Reihe von (vermeintlichen) Hindernissen, die vermögende Privatpersonen davon abhalten, solche Anlagen zu tätigen. Mangelndes Wissen (47%) und ein höheres erwartetes Risiko im Vergleich zu anderen Anlageformen (43%) sind die beiden Haupthinderungsgründe. Höhere Kosten (17%), die Schwierigkeit, geeignete Angebote zu finden (17%), lange Sperrfristen (12%) und zu hohe Mindestanlagebeträge (11%) sind weitere genannte Hindernisse.

Vermögensverwalter und Privatbanken müssen tätig werden

Das Interesse an Private Equity ist nach wie vor gross: 87% derjenigen, die ein starkes Interesse an Investitionen in den privaten Märkten haben, geben dies als ihre gewünschte Anlageklasse an. 50% von ihnen würden in einen diversifizierten Dachfonds investieren wollen, während 27% es vorziehen würden, dass die Privatmärkte Teil ihres aktuellen Vermögensverwaltungsmandats sind. Auf die Frage, wie sie Zugang zu diesen Anlagen erhalten wollen, bevorzugen 47% ein hybrides Angebot, das aus einer digitalen Plattform in Verbindung mit einer persönlichen Beratung besteht. 27% bevorzugen eine rein persönliche Beratung, während 20% rein digital vorgehen möchten. Bei der Frage nach den Gründen für Privatmarktinvestitionen suchen 70% der Befragten nach mehr Diversifizierung, 53% nach mehr Rendite, und 7% wollen mit ihrer Investition eine grössere Wirkung erzielen, z. B. in den Bereichen Soziales und Umwelt.

Tiefere und kurzfristigere Investitionen sind am gefragtesten

Die meisten Befragten (70%) wollen bis zu 100'000 CHF in private Märkte investieren. 6% planen Investitionen zwischen 300'000 und über 500'000 CHF. Mehr als die Hälfte (53%) der vermögenden Privatpersonen in der Schweiz erwartet, dass der Grossteil ihres Kapitals in den nächsten fünf bis sieben Jahren zurückbezahlt wird, während ein Drittel bereit wäre, ihre Investitionen für acht bis zehn Jahre festzuschreiben.

Globale Umfrage zeigt, dass Vermögensverwalter die neuen Trends aufgreifen

Eine kürzlich durchgeführte weltweite Umfrage unter 125 Vermögensverwaltern in 26 Ländern ergab, dass 73% der Vermögensverwalter in den nächsten 12 Monaten entweder in illiquide Vermögenswerte investieren oder dies in Erwägung ziehen. Eine überwältigende Mehrheit (86%) gibt an, dass der Hauptgrund für Investitionen in private Märkte und andere illiquide Anlageklassen in besseren Renditen oder höheren Anlageerträgen liegt – teilweise in der Erwartung attraktiver Einstiegsmöglichkeiten in den nächsten Jahren. 71% der Vermögensverwalter sind jedoch besorgt über die Sperrfristen, während 59% sagen, dass sie nicht über die notwendigen Ressourcen verfügten, um die erforderliche Due-Diligence-Prüfung vor der Investition durchzuführen. Nur 21% der Befragten gaben an, dass ihre Kunden die Gebühren für diese Art von Investmentfonds und -strategien für zu hoch halten. Die «Verbesserung des Kundenerlebnisses» war für die befragten Vermögensverwalter die oberste Priorität (76%).

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